Digital Audio Workstation

16.04.10

Windows als Digital Audio Workstation

 

Vorwort

In unseren Zeiten wo der Rechner immer mehr Platz in unserem Leben einnimmt, ist man ständig auf der Suche nach neuen Erkenntnissen.

Da ich mich selbst auch schon einige Zeit mit der digitalen Klangerzeugung beschäftige denke ich dass diese Anleitung euch ein wenig Zeit und Suche ersparen kann. Ich selbst wäre sehr dankbar dafür gewesen.

In meiner Anleitung geht es zum größten Teil um die Symbiose vom Rechner und dem Spitzenprodukt aus dem Haus Native Instruments, Traktor Scratch. Man kann diese Einstellungen aber getrost für andere Programme mit nutzen.

Sollte eurer Meinung etwas nicht richtig sein dann schreibt mir. Das gilt auch für Sachen die ich noch nicht entdeckt habe. So dann der Vorrede genug lasst uns beginnen.

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Die Systemvorraussetzungen

Um einen PC / Laptop zur Musikerzeugung mit diversen Programmen zu nutzen sollten einige grundlegende Systemvoraussetzungen gegeben sein. Dazu gehören ein leistungsstarker Prozessor, Ordentlich Arbeitsspeicher und eine einigermaßen große Festplatte. Diese Punkte muss ich denk ich mal dann auch nicht weiter erläutern. Ich selbst handhabe es so dass ich die Grundvoraussetzungen die das Programm fordert einfach verdoppel somit habe ich immer genug Systemressourcen.

  • PC mit 300 MHz oder höherem Prozessor
  • 128 MB RAM oder höher
  • 1,5 GB freien Festplattenspeicher
  • Monitor mit der Auflösung 800×600

Mit diesen Einstellungen könnt Ihr aber keinen Blumentopf gewinnen deswegen schlage ich folgende Konstellation vor.

  • PC mit 2.0 GHz oder Höherem Prozessor
  • 1.0 GB RAM oder höher
  • 80 GB freier Festplettenspeicher
  • Monitor mit der Auflösung 1024×768

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Windows – Die Qual der Wahl

Nachdem wir die Grundvoraussetzungen des Systems geklärt haben kommen wir an dieser Stelle zum Betriebssystem. Aufgrund der Fülle an verschiedenen Systemen von Microsoft muss ich an dieser Stelle sagen dass zu diesem Zeitpunkt für die Produktion und das Arbeiten Windows XP die erste Wahl ist.

Grund hierfür ist das die älteren Systeme nicht mehr unterstützt werden und Vista ein paar Ressourcen mehr verbraucht. Beim XP ist dieses auch der Fall aber man kann da ein paar Sachen mehr abschalten, dazu kommen wir aber noch zu einem späteren Zeitpunkt.

Zwischen den Varianten Home oder Professional zu entscheiden fällt einem schon leichter wenn man die Unterschiede kennt. Ich rate hier zu der Home Variante da die Netzwerkfunktionalitäten vom Professional nicht benötigt werden.

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Neuinstallation oder Update

Diese Entscheidung müsst Ihr in jedem Fall selbst treffen. Meinen Erfahrungen mit Windows ist es ratsam ein System neu aufzusetzen um die Fehlerquote zu verringern. Manchmal sorgt schon ein alter Eintrag in der Registry für unangenehmen Ärger, dessen zeitaufwändige Beseitigung man so vorbeugen kann.

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Die Installation

Endlich kann es losgehen wir installieren das System. Hier kann ich dem PC-User noch empfehlen den ACPI-Modus zu deaktivieren und statt dessen den Rechner als Standard PC zu installieren. Bei Notebook-Usern ist dies meist nicht möglich aufgrund des vom Hersteller abgespeckten BIOS und der für das Powermanagment zuständigen Funktionen. Als Format für die Festplatte sollte NTFS wegen der besseren Performance gewählt werden.

An dieser Stelle die Einstellungen für den stationären Rechner:

  • XP Installations-CD einlegen
  • Computer neu starten
  • im BIOS von CD booten aktivieren, wenn noch nicht geschehen
  • nach dem Dialog „Beliebige Taste drücken, kommt der erwünschte Bluescreen
  • am unteren Rand erscheint ein grauer Streifen, sobald Text erscheint F5 drücken
  • wenige Sekunden später erscheint eine Liste in der man Standard-PC auswählen kann (bei Notebooks gibt es diese Variante nicht)
  • Lizenzbestimmungen akzeptieren
  • Jetzt reparieren wählen (unter Verwendung der bisherigen Installation)
  • einige Daten werden neu installieren
  • Nach dem ersten Booten sollte dann nach dem Windows Eröffnungsscreen der normale XP-Installationsbildschirm erscheinen und die Installation normal fortsetzen

Euer Rechner ist jetzt als Standard PC eingerichtet. Sinn dieses Unternehmens ist es so alle für die Musik-produktion nicht benötigten Dienste zu vermeiden.

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Das Hardwareprofil

Solltet Ihr die Updates und Servicepacks downloaden und installieren denn Sie tragen ja auch nicht unerheblich zur Systemstabilität bei. Nach dem dieser Schritt abgeschlossen ist solltet Ihr alle Treiber installieren die Ihr meist auf der Hersteller-CD des Rechners findet. Thats it. Ein laufendes Windowssystem. Jetzt geht es an das eingemachte.

Jetzt stellt sich die große Frage wenn ich alles an dem Rechner abschalte was ich für die Musikbearbeitung nicht brauche dann kann ich mit dem Rechner nicht mehr arbeiten und ich muss sagen dass ist richtig aber nur die halbe Wahrheit. Damit Ihr jetzt nicht noch einen zweiten Rechner da haben müsst werden wir die Sache so einstellen dass der Rechner für mehrere Sachen nutzbar ist.

Da beim Betriebssystem als erstes die Hardwareschicht geladen wird müssen wir an dieser Stelle eingreifen, aber keine Angst dass ist einfacher als es klingt.

Wir legen ein neues Hardwareprofil an dazu geht Ihr wie folgt vor:

  • Systemsteuerung » System » Registerkarte Hardware » Hardwareprofile

Wenn Ihr an dieser Stelle angekommen seid dann das erste Profil kopieren und Einfügen, dem so erschaffenen Profil einen eindeutigen Namen geben mit OK bestätigen und neu starten.

Nach dem der Rechner bootet sollte ein Menü mit den beiden Profilen erscheinen. Das neue Profil wählen und die Enter-Taste drücken. Der Rechner sollte nun normal starten. Jetzt geht es an die Feinarbeiten:

  • Systemsteuerung öffnen
  • Diesmal in der Registerkarte Hardware den Gerätemanager wählen
  • Alle Geräte deaktivieren die nicht benötigt werden

ACHTUNG: Geräte von denen man nicht weiß ob Sie benötigt werden im Zweifel nicht abschalten!

An dieser Stelle dann noch ein Tip für Laptop-User, ihr solltet die Microsoft ACPI-konforme Kontrollmethodenbatterie deaktivieren da diese vom Betriebssystem in regelmäßigen Abständen abgefragt wird was sich in Aussetzern und Knacksern bemerkbar macht.

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Windows XP Energieverwaltung

In den heutigen Zeiten der Umweltfreunlichkeit ist alles auf den sparsamen Umgang mit Ressourcen ausgelegt so auch unser Rechner. Da aber bei der Arbeit ein plötzlich abschaltender Monitor oder herunterfahrender Rechner nicht als hilfreiche Option erscheint machen wir uns an die Einstellung der Energieoptionen.

Diese finden wir in der Systemsteuerung unter Energieoptionen. Nachdem wir diesen Punkt geöffnet haben finden wir einige Energieschemas, dort wählen wir den Punkt Dauerbetrieb da nur unter diesem gewährleistet ist dass die automatische CPU-Regelung ausgeschaltet ist. Somit verhindern wir das Herunterfahren der CPU-Leistung.

Im gleichen Fenster sieht man dann auch die Standardeinstellungen für Dauerbetrieb dort wählen wir bei den Punkten Monitor ausschalten, Festplatten ausschalten und Standby für die Sytemzustände Netzbetrieb und Batteriebetrieb jeweils NIE !

Laptop-User gehen jetzt zum Reiter Erweitert und stellen bei den Netzschaltervorgängen bei allen 3 erscheinenden Punkten den Rechner auf NICHTS UNTERNEHMEN! Somit könnt Ihr den Rechner nicht ausversehen ausschalten.

Letzter Schritt bei diesen Einstellungen, den Reiter Ruhezustand wählen und das Häkchen vor Ruhezustand aktivieren entfernen. Somit haben wir schon mal die Voraussetzungen geschaffen das der Rechner während der Musikproduktion mitten im Lied abschaltet.

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Leistung des Rechners optimieren

So wir haben in den vergangenen Schritten schon einiges für das flüssige Laufen des Rechners getan, das heißt für uns die halbe Miete ist gezahlt. Jetzt schalten wir noch einige Systembremsen aus bevor wir zum angenehmen Teil kommen. Wir Ihr ja wisst ist Windows immer so konzipiert dass ein unbedarfter User sofort damit loslegen kann.

Was dem einen sein Ul ist dem andern sein Nachtigall. Wir benötigen fürs Musizieren viele Elemente die uns ein Multimedia PC bietet aber nicht und schlimmer noch Sie kosten uns Performance. Das können wir aber ändern.

    Optimierung der Systemleistung

  1. Systemsteuerung » System » Registerkarte Visuelle Effekte » Wahl Optimale Leistung
  2. Registerkarte Erweitert » Prozessorzeitplanung auf Hintergrunddienste stellen » Speichernutzung auf Programme » Virtueller Arbeitsspeicher » Ändern » Keine Auslagerungsdatei » Mit OK bestätigen und den Rechner neu starten

Achtung! In manchen Fällen stockt das System wenn man den virtuellen Arbeitsspeicher abschaltet dann gibt es die Option ihn wieder einzustellen dort einfach die Größe manuell einstellen dabei die Anfangsgröße gleich der Endgröße einstellen.

Wir werfen noch einen Blick in den Gerätemanager und überprüfen ob die Festplatten im DMA-Modus laufen.

Den nächsten Blick riskieren wir auf die laufenden Geräte besonders die kabellosen Geräte wie Bluetoth, Wireless Lan und Infrarot können die Stabilität der Audiowiedergabe stören aus diesem Grund stellen wir diese ab falls dieses noch nicht geschehen ist.

Eine weitere Tücke in der Energieverwaltung finden wir bei den Firewire- und USB-Anschlüssen um dieses zu beheben gehen wir wie beschrieben vor:

Wir öffnen den Gerätemanager und öffnen die Eigenschaften aller Firewireanschlüsse und entfernen unter der Registerkarte Energieverwaltung das Häkchen vor „Computer kann Gerät ausschalten um Energie zu sparen“. Das Selbe gilt für die USB-Root-Hubs.

Bei den USB Universal Host Controllern entfernen wir in der Registerkarte Erweitert das Häkchen bei „USB-Fehler nicht anzeigen“.

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Windows Audio

Ein weitere Sache die uns das Arbeiten im visuellen Bereich erleichtert sind die Soundschemen. Was in dem multimedialen Bereich Sinn macht kann zu ärgerlichen Effekten in der Produktion der Musikwerke führen. Aus diesem Grund schalten wir Sie ab.

  • Systemsteuerung » Sounds und Audiogeräte » Registerkarte Sounds » Windows Sounds abstellen

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Schreibcache

Ein weiterer Punkt welcher zwar die Schreibgeschwindigkeit der Festplatte erhöht aber auch eine Performanceeinbuße für unsere Zwecke darstellen kann. Wir deaktivieren diese Funktion.

  • Systemsteuerung » System » Gerätemanager » Laufwerke » Eigenschaften » Richtlinien » Häkchen entfernen vor dem Punkt Schreibcache aktivieren

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Autostart

Viele Programmierer schreiben Ihre Programme so dass Sie im Zweifelsfall für jeden sofort beim Start des Betriebssystems geladen werden, das ist in den meisten Fällen nicht notwendig so dass wir auch hier alles abschalten können was wir nicht brauchen. Wir nehmen dazu folgenden Weg:

  • Start » Ausführen » msconfig » Registerkarte Autostart » Alle unnötigen Dienste abschalten

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Dienste

Der letzte grosse Schritt ist das Anpassen der Dienste. Ihr findet Sie in der Systemsteuerung unter dem Punkt Verwaltung. Ich werde hier nicht alle Dienste aufführen da Ihr im Netz dazu genügen Anleitungen findet. Nur eins schaltet nur die Dienste ab wo Ihr genau wisst das Sie wirklich nicht benötigt werden.

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Sonstige Störfaktoren

Antivirenprogramme, Firewalls und ansonsten sehr wchtige Tools welche uns einen sicheren Umgang mit dem PC bescheren brauchen wir in diesem Fall nicht da ja während der Arbeit an der Musik der Rechner nicht am Netz hängt.

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Schlusswort

Ich erhebe keinen Anspruch dass diese Anleitung komplett ist, ich übernehme auch keine Garantien dafür dass mit dieser Beschreibung euer System komplett rund läuft. Ich habe hier lediglich meine Erfahrungen zu Papier gebracht um euch einen längeren Suchweg zu ersparen. Solltet Ihr einbringen noch Tips haben die man hier mit einbringen kann dann meldet euch bei mir.

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